Karl Heinrich Greune, Zeichnungen 1978 - 2013
Ausstellung 20. April - 25. Mai 2013

Paris, 2011 beendet, Nr.3, Tusche, Kugelschreiber, Bleistift, Collage auf Papier
Die Ausstellung ist dem zeichnerischen Werk des Künstlers gewidmet.
Die Auswahl der Blätter umfasst den Zeitraum von 1978 bis in die Gegenwart.
Die Zeichnungen sind während seiner Reisen nach Naganuma, 1978 und Tsukiura, 1990
(Japan), Hangzhou, 1985, (China), Mexico-City 2010/2012 und Paris 2011 entstanden.
Für den Künstler ist die Zeichnung zunächst eine Ansammlung von Bildzeichen, bestehend aus erfundenen Zeichen und rhythmischen Strukturen, vergleichbar dem Schreiben, die zufällig erscheinen, wie spontan gewürfelt und die doch sehr präzise gesetzt sind.
Zugleich skizziert er Figuren, Häuser und Andeutungen von Landschaften. Alle Elemente der Darstellung bestimmen den Bildprozess gleichermaßen, der ergänzt wird von punktuellen Interventionen kleinster Collagepixel, Farbtupfern oder quadratischen Stempelungen, die speziell auf die Aufenthalte in Asien verweisen.
Jede zeichnerische Setzung wird zum impulsgebenden Strukturelement auf das der Künstler reagiert, mal spontan, mal in längeren Reflektionsprozessen.
Die Ansammlung der Zeichen besetzt Felder, die zu polyzentrischen Zonen werden ohne ordnende Bildhierarchien. Die Rezeption der Zeichnungen ist aus jeder Position möglich, jedes der abbildenden oder erfundenen Bildelemente kann der Ausgangspunkt eines internen Dialogs sein.
Die Wechselbeziehung zwischen dem Vorgang des Zeichnens und dem analytischen Betrachten führt zu gedanklichen und ästhetischen Klärungsprozessen, die in den Zeichnungen des Künstlers Gestalt gewinnen.
Galerie für Gegenwartskunst
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