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Heinrich Modersohn
Die Galerie für Gegenwartskunst zeigt in der letzten Ausstellung in diesem Jahr Werke des Malers Heinrich Modersohn.
Ausgestellt werden Holzdrucke auf Leinwand, große Wasserfarben, kleinformatige Aquarelle und eine Reihe von Fotoarbeiten, die einen umfassenden Überblick über sein Werk geben.
Für Heinrich Modersohn ist Malerei eine ästhetische Sprache, die sich prozesshaft aus sich selbst heraus entwickelt. Gleichzeitig experimentiert er mit den technischen Möglichkeiten seiner Bildmittel sowie den Gesetzmäßigkeiten der Wahrnehmung, wenn er z.B. Malerei und Holzschnitt miteinander kombiniert.
Über die bemalte Leinwand druckt er einen Holzschnitt, dessen Fläche von groben Einkerbungen und Ritzungen strukturiert ist. Der Künstler druckt mit weißer Farbe auf farbige Leinwände. So entsteht ein reizvolles, dichtes Netzgewebe wechselnder Vorder- und Hintergründe.
Die großen Wasserfarben sind geprägt von der Direktheit des Auftrags farbiger Tuschen und der für die Aquarelltechnik typischen Ausbreitung wässriger Pigmentlösung auf der Oberfläche sowohl von Papier als auch auf Leinwand – eine rhythmisch strukturierte Malerei in Hell-Dunkel-Kontrasten von verhaltener bis lebhafter Farbigkeit.
Die kleinen Aquarelle entstehen in der Regel außerhalb des Ateliers in unterschiedlichen räumlichen Situationen. In ihnen erkundet der Künstler das Zusammenspiel von Raum, Licht und Bewegung, oft im Hinblick auf ein imaginiertes größeres Format. Dabei fixiert er nicht das Gesehene, die Natur als Erinnerungsbild, sondern greift vielmehr auf ein Bildreservoir zurück, das Erlebtes, abseits rationaler Parameter, neu verfügt zum Ausdruck bringt.
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